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Der HIMMEL #1851 Die Versöhnung 29. November, 2005

Gott sagte:

      Wie gewaltig scheint die Länge zwischen dem Leben, wie Sie wünschen es zu sehen und dem Leben, das Sie sehen. Und diese Weite ist die Entfernung die Sie jeden Tag im Leben reisen, als ob Sie arbeiten gingen und von den Details des Lebens hin und her zur Ausdehnung des Lebens pendelten. Sie reisen täglich hin und her im Universum wie es ist. Sie springen vom Eintönigen zum Ekstatischen, vom Gewöhnlichen zum Außerordentlichen, vom Greifbaren zum Ungreifbaren. Sie schwingen das Endliche und Unendliche wie eine Tasche, die Sie beim Gehen vor und zurück schwingen.

      Manchmal fühlen Sie sich auf die Erde genagelt. Manchmal fühlen Sie sich erstickt von Details und gebrochenen Griffen. Und selbst dann doch leuchtet die Sonne hindurch, Planeten wirbeln, und Sie sehen Himmel flüchtig zwischen den Wolken. In solchen Momenten wissen Sie, wenn auch nur für eine Millisekunde, daß es aller Wert ist. Für diesen einen Blick ist es es Wert es. Sie würden um nichts tauschen um dieses zu sehen, nein, nicht für das ganze Gold in China.

      Es ist schwierig zu wissen was aus diesem Gegensatz zwischen gewöhnlichem Leben und der Weite zu machen ist. Manchmal fragen Sie vielleicht ob Sie auf beiden Seiten des Mondes leben, denn Sie steigen von Licht zu Dunkelheit hin und her ohne eine Pause dazwischen. Oder vielleicht fragen Sie sich, ob Sie der Mond selbst sind, vermindert auf die Hälfte oder sogar noch kleinere Teile und fügten sie dann wieder von Zeit zu Zeit zusammen. Oder vielleicht fühlen Sie sich als der junge Mond, der zum vollen Mond zunimmt, wo Sie ganz Licht sein werden, und wenn Sie voll sind  schon wieder verlassen in einen weiteren Zyklus fallen.

      Der Verstand kann nicht mit dieser Divergenz zurechtkommen. Es ist jenseits des Verstandes, wie Sie in einem Moment so warm sein können, und so kalt im nächsten, wie Sie in einem Moment von Gott mit unbeschreiblicher Seligkeit erfüllt sein können und im nächsten mit kaputten Leitungen oder Fettflecken auf Ihrer Kleidung überschwemmt sind. Sie fühlen sich immer wieder vom Frieden weggeschaltet. Sogar in Einsamkeit werden Sie unterbrochen. Ihre Gedanken stören. Sie unterbrechen sich.

      Sie würden die Gebirgsspitze erreichen und ewig bleiben. Warum Sie abgelenkt werden müssen, fragen Sie immer wieder. Sind Sie auf dem Gipfel, und warum können Sie nicht ewig hier bleiben, einmal und für alle Mal? Doch beharrlich gehen Sie auf einen Gebirgspfad, und dann finden Sie sich auf einem anderen wieder. Sie steigen hinauf, und dann finden Sie sich dabei, ins Tal zu fallen. Aber das Tal hat Sie auch Blumen, die Sie pflücken und in Ihre Schürzentasche tun. Das Tal hat trotz seiner Kompliziertheiten seine eigene Freude. Und deshalb wählen Sie Blumen aus, und Sie holen sich ab und beginnen wieder einmal die Klettertour.

      Sie lernen die Klettertour auswendig. Sie erreichen früher als zuvor den Gipfel. Sie bleiben länger. Und wenn Sie den Berg herunter trippeln, tragen Sie größere Erinnerung an die Süße. Sie sind jemand, der ein Edelweiß auswählte. Es ist immer noch in Ihrer Hand. Es wird ewig in Ihrem Herz geschlossen sein. Für einen Moment sind Sie auf dem Olymp gestanden.

      Der Tag wird kommen, an dem es kein Tal geben mehr wird. Es wird nur noch die Gebirgsspitze geben. Sie werden über die Wolken aufgestiegen sein, um nicht mehr zum Tal zurückzukommen, es gibt kein Tal mehr , zu dem man zurückzukommt. Der Morgen wird kommen, an dem Sie zu sich selbst erwachen, und Sie sind sogar nicht mehr auf einer Gebirgsspitze. Sie sind über den Bergen. Sie werden aus Raum und Zeit herausgegangen sein. Sie werden dort sein, wo es kein oben noch unten gibt. Sie werden sich in einem Reich befinden, von dem Sie vor kurzem nur einen Lichtblitz gesehen haben, und jetzt entdecken Sie, Sie sind das flüchtig gesehene Licht, und Sie sind unwiderruflich.

      Die dunkle Seite des Mondes existiert nicht mehr. Es gibt überhaupt keine Seite. Alles ist Einheit, wo es keine Seiten gibt, keine Ecken, kein Blockieren, keine Fehler. Sie sind das Weiß des Mondes in den Himmeln des Himmels. Ist es nicht wichtig, wo  Ihre Füße berühren,  weil kümmert es Sie, wenn Sie in einem Himmel genannten Palast sein werden? Was sorgen Sie sich, wie lang es für Sie dauerte, hierher zu kommen, wenn Sie gekommen sind um zu bleiben? Was sorgen Sie sich überhaupt, wenn Sie diese helle Sonne haben, die auf Ihrem Gesicht leuchtet?

 



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